Malerei - ein breitgefächertes Repertoire
Anton Buri verfügt über ein breitgefächertes Repertoire seiner Ausdrucksmöglichkeiten. So weiss er die Eigenschaften verschiedener Materialien zu nutzen, um seiner Kreativität Form zu verleihen.
Die abstrakte Mischtechnik
ist elegant, kraftvoll und filigran –
und das meist gleichzeitig. Der Künstler hat ein mittleres Format, nämlich zwischen 30 mal 30 cm bis 100 mal 100 cm grosse Leinwände, gewählt. Grundsätzlich sind drei Bildvariationen des Werkstoffes zu erkennen.
Betrachtet man die abstrakten Darstellungen seiner Acrylmalerei, fällt auf den zweiten Blick deren Gegesätzlichkeit ins Auge. Einerseits sind die Farbübergänge nämlich natürlich fliessend, andererseits gibt es für das scharfe Auge ungeheuer feine Strukturen zu entdecken: Beides fügt sich zu einem vollendeten Ganzen zusammen. Diese Harmonie der Gegensätze lässt dem Betrachter den Freiraum, die Bilder immer wieder für sich neu zu entdecken.

Die Aquarelle dagegen sind teils fein-naturalistisch ausgearbeitet, teils impressionistisch gestaltet. Hier wechseln sich die Themen Landschaft und dörfliche Arrangements mit Studien der Lichtverhältnisse ab. Der Betrachter sieht sich der irritierenden Weite der Berge und Ebenen wie auch dem starken Fokus auf die Gebäude ausgesetzt. Menschliches Leben scheint sich in diesen Dörfern nicht - jedenfalls nicht sichtbar - abzuspielen.
Stilisierten Figuren fällt hingegen in Buris Gouache-Malerei eine zentrale Rolle zu: Sie brechen aus konzentrischen Kreisen hervor, die sie mit ihren Zirkelbeinen selbst geformt zu haben scheinen. Es sind keine Individuen, die sich dort auf den Gemälden zu immer neuen Konstellationen zusammenfinden, sondern in die Länge gezogene standardisierte Figuretten.